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Eröffnung von Showroom für Digital-Asset-Management durch Rolls-Royce

Rolls-Royce, Lieferant von Antriebssystemen, hat seinen ersten Demonstrationsbereich eröffnet, in dem er seinen Kunden zeigt, wie digitale Technologien Wartungsverfahren verbessern, Flottenbetriebsabläufe optimieren und Betriebskosten senken können.

Der erste Erlebnisraum für intelligentes Asset Mangement (IAM) wurde im November in Ålesund in Norwegen eröffnet und bietet Kunden einen Bereich, in dem sie sich über die IAM-Systeme des Unternehmens informieren können. Zu diesen gehören Portale für das Energiemanagement (EM) und das Health Management von Anlagen (EHM) in Echtzeit-Betriebsumgebungen.

Mikael Makinen, President von Rolls-Royce Marine, erklärte: „Es ist häufig schwierig, die zahlreichen gewerblichen und betrieblichen Vorteile neuer cloudbasierter digitaler Technologien zu vermitteln. Doch jetzt können wir unseren Kunden die äußerst greifbaren Vorteile dieser oftmals als unbegreiflich angesehenen Technologie vollständig demonstrieren.“

Der IAM-Erlebnisraum ist in zwei Bereiche unterteilt: einen Bereich Intelligent Analytics Centre Collaborative Canvas (IACCC) und ein Fleet Management Command Centre (FMCC). Der IACCC zeigt Visualisierungen von Daten, mit denen Nutzer die Betriebsleistung ihrer Flotte bewerten können.

Die Darstellungen im FMCC sammeln Schiffsdaten mit Hilfe von Systemen wie den EM- und EHM-Portalen von Rolls-Royce. Jan Chirkowski, Leiter des Intelligent Analytics Centre von Rolls-Royce, meinte: „Das EM-Portal bietet dem Flottenmanager einen kompletten Überblick über die Energiebilanz der Flotte und stellt die umfangreichen Informationen bereit, die zur Optimierung oder Anpassung der Betriebsparameter benötigt werden, um eine bessere Energie- und Umwelteffizienz zu erzielen.“

Das EHM-Portal, das ab 2018 verfügbar sein wird, nutzt Algorithmen des maschinellen Lernens, um Anomalien in den Sensordaten aus den Maschinen und Systemen an Bord eines Schiffs in einer Echtzeit-Betriebsumgebung zu markieren. Diese Informationen können anschließend für fundierte Entscheidungen verwendet werden, die effektivere und präventive Maßnahmen möglich machen.

„Die Daten sind von unschätzbarem Wert“, erklärte Chirkowski. „Sie können Flottenmanager zum Beispiel auf einen Materialabbau oder wahrscheinlichen Komponentenausfall aufmerksam machen, bevor dieser tatsächlich passiert. Komponenten können dann bestellt und ersetzt werden, bevor es zu einer betrieblichen Störung kommt. Wird die Anzahl ungeplanter Wartungsmaßnahmen gesenkt, macht sich das bezahlt und führt zu einer Flotte, die immer mit optimaler Wirtschaftlichkeit und Umwelteffizienz läuft.“

Das Konzept von Echtzeit-Maschinendaten ist in der Luftfahrtbranche geläufig, in der Informationen zur Leistung von Flugzeugtriebwerken für den sicheren Betrieb entscheidend sind. Bis vor Kurzem stellten jedoch Bandbreitenverfügbarkeit und Kosten Hindernisse für das Ausrollen des Konzepts in der Schifffahrt dar.

- November 2017

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